Energiewende·Deutschland
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Residuallast Deutschland

Die Duck Curve ist in Deutschland angekommen.

Die Ente ist keine Metapher mehr, sondern Messwert.

Quelle: Energy-Charts, Fraunhofer ISE (Datenbasis ENTSO-E)
01 · Anatomie

Ein Tag, vier Kurven

Die Residuallast ist das, was nach Abzug von Wind und Sonne von der Nachfrage übrig bleibt — also die Last, die konventionelle Kraftwerke, Speicher, Importe und Flexibilität decken müssen. Residuallast = Last − Wind onshore − Wind offshore − Solar. Genau diese Kurve bildet die Ente: Kopf am Morgen, Bauch am Mittag, steiler Nacken am Abend.

02 · Die Entwicklung

Wie die Ente gewachsen ist

Ein einzelner Extremtag beweist wenig. Deshalb zeigt diese Kurve den Durchschnitt aller Tage von Mai bis Juli — rund 92 Tage pro Jahr, ohne Auswahl. Der Trend braucht keine Zuspitzung.

03 · Die Rampe

Nicht der Bauch ist das Problem

Der tiefe Mittag ist unangenehm, aber beherrschbar — man kann abregeln. Teuer wird der Nacken: die Leistung, die das System nach Sonnenuntergang innerhalb von drei Stunden zusätzlich bereitstellen muss. Dieser Wert ist die harte Anforderung an Speicher, Gaskraftwerke, Importe und flexible Lasten.

Steilste 3-Stunden-Rampe im Jahr
Anstieg der Residuallast in MW
Stunden mit negativer Residuallast
Wind + Solar größer als die gesamte Last

04 · Die Jahreszeit

Die Ente ist ein Sommertier

Über das Jahr betrachtet verschwindet die Ente zeitweise vollständig. Die Heatmap zeigt die mittlere Residuallast je Monat und Tageszeit. Im Winter ist die Kurve über 24 Stunden hoch und flach — kein Bauch, keine Rampe, dafür das eigentliche Versorgungsproblem: Dunkelflaute.

05 · Die Zahlen

Jahreswerte im Überblick

JahrTiefster MittagsbauchSteilste 3h-Rampe Größter TagesswingStd. Residuallast < 0 Solar-PeakØ Residuallast

06 · Einordnung

Was daraus folgt — und was nicht

Was die Kurve wirklich zeigt

Grenzen dieser Auswertung