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Deutschlandkarte Visualisierungen · Netznavigator Alle SteckbriefeDaten wie die Steckbriefe

Visualisierungen

Für den Netznavigator · Daten der Steckbriefe und der Vergleichsmatrix

Zwölf Wege, Netzbetreiber zu vergleichen, ohne eine Rangliste zu behaupten. Jede Form beantwortet eine Frage, die die Steckbriefe allein nicht beantworten.

Übersicht der Visualisierungen

Alle Visualisierungen folgen den Regeln der Steckbriefe: Vergleiche nur über Bezugsgrößen, Lage im Feld statt Rangplatz, Werte je Letztverbraucher und je Einwohner nie in einer Skala. Wo eine davon diese Regeln bewusst verlässt, sagt sie es.

Nr.FormFrage
1Gespiegelter BeeswarmWo liegt ein Netzbetreiber im ganzen Feld?
2Funnel PlotWelche Abweichung ist bei dieser Netzgröße noch Zufall?
3Packed BarsWie viel tragen die Großen, wie viel der lange Schwanz?
4Streudiagramm mit VSUPHängen zwei Kennzahlen zusammen?
5Frontier PlotHängt, wer vorn liegt, an der Gewichtung?
6Slope ChartWer holt auf, wer rutscht ab?
7Gap ChartIst ein Platzwechsel ein Hauch oder ein Abstand?
8KartogrammWie viele Menschen stehen hinter einer Fläche?
9Bivariate KarteWo kommen zwei Schwächen zusammen?
10Karte mit UnsicherheitWelche Farbe trägt eine Aussage?
11LinseWas liegt unter den vielen kleinen Netzgebieten?
12Ring um die KarteWas passiert an den Grenzen zu den Nachbarn?

1Netzbetreiber im Feld

Jeder Punkt ist ein Verteilnetzbetreiber. Oben stehen die Netze im Regelverfahren, unten die im vereinfachten Verfahren – zwei Hälften, weil ihre Bezugsgrößen verschieden sind. Die Steckbriefe zeigen nur die Vergleichsgruppe als Streifen; hier steht das ganze Feld.

Worauf achten. Wie dicht das Feld um den eigenen Punkt ist. Ein Wert am Rand eines dünnen Schwarms ist etwas anderes als derselbe Abstand mitten in einer dichten Wolke.

Grenzen. Bei vielen fast gleichen Werten wird der Schwarm breit und die Punkte rücken auseinander. Die Lage ist ablesbar, ein Rang nicht – und soll es auch nicht sein.

2Trichter

Je kleiner ein Netz, desto stärker schwankt seine Ausfalldauer von Jahr zu Jahr. Der Trichter zeigt, welche Abweichung vom Mittel bei dieser Größe noch Zufall sein kann. Auffällig ist nur, wer außerhalb liegt – nicht, wer über dem Median liegt.

Worauf achten. Kleine Netze landen ohne Trichter fast immer an den Rändern jeder Rangliste. Mit Trichter verschwinden viele dieser scheinbaren Ausreißer. Große Netze haben dagegen einen engen Trichter: Dort kann schon eine kleine Abweichung außerhalb liegen.

Grenzen. Die Ausfalldauer je Netzbetreiber gibt es nur im Regelverfahren. Der Trichter setzt ein Streuungsmodell voraus; die Überstreuung ist aus den Daten geschätzt und keine Naturkonstante.

Daten: Qualitätselement der Bundesnetzagentur, Niederspannung · Einzeln öffnen

3Packed Bars

Die größten Netzbetreiber stehen einzeln als Balken, alle übrigen sind daneben in die Zeilen gepackt. So passt die ganze Liste auf einen Bildschirm, und man sieht, wie viel der lange Schwanz zusammen ausmacht – bei Einwohnern, Leistung, Anlagen, Ladepunkten und Erlösobergrenze.

Worauf achten. Wie stark sich das Feld je nach Größe ballt. Bei der installierten Leistung tragen wenige Flächennetze die Hälfte, bei Einwohnern und Ladepunkten trägt der lange Schwanz mehr als die Großen.

Grenzen. Absolutwerte zeigen Gewicht im Markt, keinen Vergleich. In welcher Zeile ein kleiner Netzbetreiber landet, ist beliebig und bedeutet nichts.

4Zwei Kennzahlen

Zwei Verhältniszahlen gegeneinander, die Mediane teilen das Feld in vier Lagen. Die Farbe zeigt die Ausfalldauer gegen den Referenzwert – bei kleinen Netzen bewusst blasser und gröber, weil ein einzelner Ausfall dort den Wert verdoppeln kann.

Worauf achten. Die Rangkorrelation über dem Diagramm sagt, ob die beiden Kennzahlen überhaupt zusammenhängen. Oben rechts liegt, wer in beiden hoch ist; die Farbe zeigt, ob dort auch die Ausfälle lang sind.

Grenzen. Ein Zusammenhang ist kein Wirkungsnachweis. Das vereinfachte Verfahren fehlt, weil seine Bezugsgröße eine andere ist.

5Frontier Plot

Jede Rangliste behauptet eine Gewichtung. Das Dreieck zeigt alle Gewichtungen von Ausfalldauer, Netzentgelt und iMSys-Quote zugleich, eingefärbt nach dem, der dabei vorn läge. Die Bänder rechts zeigen den besten und den schlechtesten Rang jedes Netzbetreibers über alle Gewichtungen.

Worauf achten. Lange Bänder heißen: Der Platz dieses Netzbetreibers hängt fast ganz an der Gewichtung. Wer über alle Gewichtungen schmal bleibt, liegt wirklich vorn oder hinten.

Grenzen. Die einzige Ansicht, die Ränge zeigt – als Beleg dafür, wie wackelig Ranglisten sind, nicht als Wertung. Die Werte der 19 großen NRW-Netze sind beim Bau übernommen und werden nicht mit den Daten neu gerechnet.

Daten: Vergleichsmatrix der Steckbriefe, Stand beim Bau der Ansicht · Einzeln öffnen

6Slope Chart

Jede Linie ist ein Netzbetreiber: die beschiedene Erlösobergrenze je Bezugsgröße über drei Jahre, wahlweise in Euro oder als Index. Farbig sind das Zehntel mit dem stärksten und das Zehntel mit dem schwächsten Anstieg.

Worauf achten. Die Linien laufen fast parallel. Die Erlösobergrenzen bewegen sich innerhalb einer Regulierungsperiode kaum – auch das ist ein Befund, und er spricht gegen eine Ansicht, die Bewegung verspricht.

Grenzen. Nur Netzbetreiber mit beschiedener Erlösobergrenze 2024 und 2026; landesregulierte Bescheide fehlen oft. Regel- und vereinfachtes Verfahren stehen getrennt, weil ihre Bezugsgrößen verschieden sind.

7Gap Chart

Oben steht, wer die kürzeste Unterbrechung hatte. Der senkrechte Abstand entspricht den Minuten – so sieht man, ob ein Platzwechsel nur ein Hauch ist oder ein echter Abstand. Zwei Ansichten: die Länder über siebzehn Jahre und die Netzbetreiber über drei.

Worauf achten. Wie das Feld der Länder zusammengerückt ist und wo das eigene Land im Verhältnis zum Median steht. Die Kennzahlen oben nennen den Abstand zum Median und zum kürzesten Wert, keinen Platz.

Grenzen. Der Landeswert und das Qualitätselement sind verschieden abgegrenzt und stehen deshalb in getrennten Ansichten. Werte enger als eine Zeile werden gestapelt, Ausreißer stehen unter einer Bruchlinie; beides verzerrt die Abstände leicht.

Daten: SAIDI-EnWG je Land und Qualitätselement der Bundesnetzagentur · Einzeln öffnen

8Kartogramm

Die Fläche lügt: Große Flächennetze füllen halbe Länder, ein Stadtwerk mit vielen Kunden ist ein Fleck. Links die Netze in Nordrhein-Westfalen nach ihrer geschätzten Fläche, rechts als Kreis nach den Menschen im Netzgebiet, ungefähr an ihrem Ort – beide nach dem Netzentgelt eingefärbt.

Worauf achten. Wie viele Menschen tatsächlich hinter einer roten Fläche stehen. Wer die Deutschlandkarte einfärbt, sieht sonst vor allem die ländlichen Netze.

Grenzen. Die Kreise stehen nur ungefähr an ihrem Ort, Nachbarschaften gehen teils verloren. Die Ansicht zeigt nur Nordrhein-Westfalen, gerechnet mit dem Teil der Netzgebiete im Land.

Daten: Netzgebiete geschätzt je Gemeinde (MaStR, VG250), Einwohner im Netzgebiet, Netzentgelte · Einzeln öffnen

9Bivariate Karte

Jedes Netzgebiet in Nordrhein-Westfalen bekommt eine Farbe aus zwei Kennzahlen zugleich: Netzentgelt und wahlweise iMSys-Quote, Prüfrückstand oder Ausfalldauer. Beide sind in Drittel geteilt; die dunkle Ecke ist ungünstig in beidem.

Worauf achten. Die Legende ist zugleich ein Filter: Ein Klick auf ein Feld zeigt nur die Netze dieser Kombination. Teuer und zugleich im Rückstand ist die Frage, die eine einfarbige Karte nicht beantwortet.

Grenzen. Neun Farben sind schwer zu lesen. Drittel verstecken die Abstände: Ein Netz knapp über der Grenze sieht aus wie eines weit darüber.

Daten: Netzentgelte, Rollout intelligenter Messsysteme, MaStR, Qualitätselement · Einzeln öffnen

10Karte mit Unsicherheit

Zwei Karten nebeneinander: links bekommt jedes Netz alle Farbstufen, rechts bekommen kleine Netze weniger Stufen und blassere Farben. Ein kleines Stadtwerk leuchtet dann nicht mehr rot, nur weil sein Wert auf wenigen Kunden beruht.

Worauf achten. Bei der Erlösobergrenze verschwinden in Baden-Württemberg die vielen roten Punkte kleiner Stadtwerke, das Rot der großen Flächennetze bleibt. Die Kennzahlen oben zählen, wie viele Netze ihr kräftiges Rot verlieren.

Grenzen. Die Größenklassen sind für diese Ansicht gesetzt, keine Statistik; sauberer wären Vertrauensbereiche je Kennzahl, etwa aus dem Trichter. Bei der Ausfalldauer wirkt VSUP kaum, weil es sie nur für große Netze gibt.

Daten: Index-Werte wie die Deutschlandkarte, Netzgröße aus der Vergleichsmatrix · Einzeln öffnen

11Linse

Die Linse vergrößert, was auf der Deutschlandkarte zu klein ist, und listet daneben jeden Netzbetreiber darunter mit seinem Wert. Das löst das Problem der vielen winzigen Netzgebiete, die man auf Bundesebene nicht anklicken kann.

Worauf achten. Die Linse mit Maus oder Finger ziehen, ihre Größe mit dem Regler ändern. Die Liste ist nach der gewählten Kennzahl sortiert, gestrichelt steht der Bundesmedian.

Grenzen. Zugeordnet wird nach dem Schwerpunkt eines Netzgebiets; ein großes Netz, dessen Schwerpunkt außerhalb der Linse liegt, fehlt in der Liste. Die Gebiete sind vereinfacht.

Daten: Netzgebiete geschätzt je Gemeinde (MaStR, VG250), Vergleichsmatrix der Steckbriefe · Einzeln öffnen

12Ring um die Karte

Jedes Nachbarland sitzt auf einem Ring um Deutschland, ungefähr in seiner Himmelsrichtung. Die Balken zeigen, was über diese Grenze floss, oder wahlweise die Engpassmaßnahmen an der Grenze. Auf der Deutschlandkarte fehlen diese Zahlen bisher ganz.

Worauf achten. Saldo und Bruttoflüsse erzählen verschiedenes: Eine Grenze mit kleinem Saldo kann in beide Richtungen viel tragen. Countertrading und Nichtverfügbarkeit zeigen, wo die Grenze klemmt.

Grenzen. Je Grenze gilt die Gebotszone, wo es sie gibt, sonst die Regelzone. ENTSO-E führt nicht alle Engpassmaßnahmen, die die Bundesnetzagentur nennt.